Die Geschichte vom Deutscher Entwicklungsdienst

Deutscher Entwicklungsdienst wurde 1963 in Anwesenheit von Heinrich Lübke, Konrad Adenauer und John F. Kennedy in Bonn gegründet. Vorbilder waren deutsche bzw. internationale Modelle der „Work-Camps“, der kirchlichen Freiwilligendienste Dienste in Übersee (DÜ) und Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) sowie des US-amerikanischen Peace Corps. Im Gegensatz zum Peace Corps setzte der Deutscher Entwicklungsdienst jedoch nur Mitarbeiter mit abgeschlossener, für das jeweilige Programm qualifizierender Berufsausbildung ein.

Der erste Sitz des DED war Bad Godesberg bei Bonn, bevor er 1977 nach Berlin-Kladow umzog. In Wächtersbach (Hessen) und in Berlin bereitete der Deutscher Entwicklungsdienst seine „Freiwilligen“ in speziellen Ausbildungsstätten in dreimonatigen Kursen auf ihre Verwendung vor (Sprachen, Landeskunde, Verhaltenstraining, Selbsthilfetechniken). Diese Vorbereitung wurde ab 1977 ebenfalls in Berlin-Kladow konzentriert. 1999 verlegte der Deutsche Entwicklungsdienst aufgrund von Bestimmungen des Berlin/Bonn-Gesetzes seinen Sitz ins Bonner Tulpenfeld. Die Vorbereitung wurde fortan von der Deutschen Stiftung für Entwicklungshilfe (DSE), später InWEnt, in Bad Honnef übernommen. Die Gebäude in Berlin-Kladow wurden 2010 abgerissen. Ein Wohnpark wurde auf dem Gelände gebaut.

Die ersten 14 Entwicklungshelfer des DED reisten am 20. August 1964 mit dem Flugzeug nach Daressalam in Tansania aus. Die Zielsetzung war Hilfe zur Selbsthilfe. Anfangs waren die Helfer überwiegend Handwerker und Techniker mit nicht-akademischer Ausbildung, sowie Krankenpfleger. Später spezialisierten sich die Qualifikationen, und es wurden Ingenieure, Umwelttechniker, Stadtentwickler oder Managementexperten entsandt. Bis 2007 hatte der Deutscher Entwicklungsdienst seit seiner Gründung rund 15.000 Entwicklungshelfer unter Vertrag.

Die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, der Deutscher Entwicklungsdienst und die Bildungsorganisation InWEnt unterzeichneten in Berlin im Dezember 2010 einen Fusionsvertrag. Am 1. Januar 2011 verschmolzen sie zur Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Praktizierende des DED kritisierten die Fusion. Ihrer Ansicht nach würde der Schwerpunkt auf die wirtschaftliche Entwicklung reduziert und die Armutsbekämpfung würde ignoriert werden.

 

 

Deutscher Entwicklungsdienst

Deutscher Entwicklungsdienst gGmbH (DED) war ein 1963 gegründetes Unternehmen, das auf dem Gebiet der personellen Entwicklungszusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland tätig war. Gesellschafter waren die Bundesrepublik Deutschland (95 %) und der Arbeitskreis „Lernen und Helfen in Übersee“ e. V. (AKLHÜ) (5 %). Anfang 2011 ist Deutscher Entwicklungsdienst in der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) aufgegangen.

Hier finden Sie offiziellen Archiv-Kanal des Deutschen Entwicklungsdienstes gGmbH.

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